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Grußworte zum LyrikPark 2012
Grußwort des Schirmherren Kurt Machens
Eine Hildesheimer Muse für die Welt
„Lyrik ist Vielfalt!“ – das ist der Leitgedanke eines bundesweit einzigartigen Kulturkonzeptes: der Hildesheimer LyrikPark. Die KulturFabrik Löseke und das Forum Literaturbüro veranstalten in diesem Sommer zum dritten Mal diesen mehrtätigen „Kunstdialog“ mit Musik, Lesungen, Kabarett, Theater, Tanz, Performance, interaktivem Schreibspielen, Workshops, Leseaktionen und und und...
Ein derartig vielfältiges Programm lockt Künstlerlinnen und Künstler aus Deutschland und sogar der ganzen Welt an, um mitzuwirken und sich von der kreativen Atmosphäre des LyrikParks inspirieren zu lassen. Da passt das diesjährige Thema „Was die Welt zusammen...hält“ ganz besonders und lädt die Kulturschaffenden zur Interpretation ein.
Als Schirmherr des LyrikParks 2012 freue ich mich, dass die Stadt Hildesheim und im besonderen der „verwunschene“ Marienfriedhof wiederum das Mekka von mehr als 400 Literaten, Malern, Bilderhauern, Architekten, Medien- und Objektartisten sein wird und prämierte internationale Künstler die Gäste zu neuem kreativen Schaffen anregen oder die Zuschauer einfach nur begeistern werden. Hildesheim hält in diesem Sinne die Welt ein Stück weit zusammen.
Auf ein inspirierendes Erlebnis!
Kurt Machens
Oberbürgermeister der Stadt Hildesheim
Grußwort von Helmut Aßmann
Im Ursprung, so sagt
man, ist alles enthalten, was später zu erkennen sein wird. Es ist
alles schon da, auch wenn nur ein Anfang gesetzt ist. Die Zeit
entrollt nur die Möglichkeiten, die im Beginn verborgen waren. Der
Ursprung ist es, der alles zusammenhält, der gemeinsame Anfang.
Die
jüdisch-christlichen Überlieferung war immer davon überzeugt, daß
der Ursprung aller Dinge und damit das, was sie auch als Welt
zusammenhält, ein Wort ist. Ein Ruf ins Dasein. Eine Anrede als
Geschöpf. Eine Bedeutung, die nicht selber erarbeitet, sondern
geschenkt wird. „Gott sprach“, so berichtet es die Genesis, und
die Welt entstand als Reflex auf das schöpferische Wort. Das Licht,
Himmel und Erde, die Lebewesen, alles, was da ist. „Im Anfang“,
so knüpft der Evangelist Johannes an diesen Bereicht an, „war das
Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort“.
Was für ein
Optimismus, was für eine Aussicht! Die tiefe Überzeugung, es gäbe
ein Wort, das sich nicht in den Milieus der gesellschaftlichen
Klausuren verliert und auch die erreicht, die verlernt haben, genau
hinzuhören; eine Rede, die das Ganze meint und nicht nur irgendeinen
sozialen Splitter – diese tiefe Überzeugung reckt sich hier aus
dem Gerede heraus. Sie weist uns darauf hin, daß hier die Energie
schlummert, die unserer Sprache Kraft verleiht und der Welt ein
Gesicht schenkt.
Das immer wieder
geheimnisvolle Grunderlebnis, sprechen zu können und andere zu
verstehen, ist das alltägliche Wunder, der Welt eine Einheit zu
geben. Im Sprechen fassen wir uns zusammen, im Verstehen erbauen wir
eine Welt, im Beschreiben holen wir die Vielfalt der Dinge in die
Gemeinschaft eines Kosmos.
Manchmal kann man den
Worten ihren Ursprung noch ablauschen. Das braucht ein wenig Mühe.
Das braucht Muße. Das braucht andere, die mitlauschen. Der Lyrikpark
ist eine treffliche Möglichkeit, das zu versuchen. Ich wünsche den
Tagen einen guten Verlauf und ein Hören auf das, was die Welt
zusammenhält.
Helmut Aßmann
Superintendent des Ev.-luth. Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt
Grußwort von Prof. Dr. Johanna Wanka
Liebe Freundinnen und Freunde von Lyrik und Kunst,
bereits zum dritten Mal wird der Marienfriedhof für drei Tage auf einfallsreiche Art und Weise durch die vielfältige Umsetzung von Lyrik belebt. In Zeiten der Globalisierung liegt es nahe, sich anhand verschiedener lyrischer Formate zu fragen, „Was die Welt zusammen...hält!“.
Wie der Literatur im Allgemeinen kommt der Lyrik im Speziellen eine besondere Bedeutung zu. Gefühle und Gedanken finden auf unterschiedliche Weise Ausdruck – ob durch den kreativen Schaffensprozess einer lyrischen Kunstinstallation, das Komponieren und Spielen von Musik oder durch die oft ironische Auseinandersetzung mit der Umwelt im Kabarett.
Das besonders Interessante am Lyrik-Park ist und bleibt die Partizipation des Publikums. Wie auch in der digitalen Kommunikation über das sogenannte „Social Web“ verschwindet die Grenze zwischen Produzent und Nutzer. Das Publikum wird Teil des künstlerischen Schaffensprozesses und kann in verschiedenen Workshops seine eigene Kreativität entdecken.
Durch das Engagement des Kultur-Fabrik e.V. in Kooperation mit dem Forum-Literaturbüro e.V. kann dieses außergewöhnliche Festival realisiert werden. Allen Akteurinnen und Akteuren gebührt für ihren Einsatz Dank und Anerkennung.
Den Gästen und Mitwirkenden wünsche ich literarisch-künstlerisch erlebnisreiche Tage!
Prof. Dr. Johanna Wanka
Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur
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Grußworte 2012 

